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Heilerde ist nicht gleich Heilerde

Heilerde ErdartenWenn man den Begriff Heilerde hört, ist vielen Menschen nicht klar, dass es sich dabei nicht um DIE eine wirkungsvolle Erdart handelt, sondern das hier ganz viele unterschiedliche Erdsorten gemeint sein können. Genauer gesagt könnte man vermutlich jede Art von Ton, Lehm oder Löss als Heilerde verwenden und mit diesen heilende Wirkung erzielen. Letztendlich kommt es dabei nämlich auf die verschiedenen Inhaltsstoffe an und diese finden sich – wenn auch in unterschiedlicher Konzentration – eben in all diesen Erdarten wieder. Um es sich jedoch nicht unnötig schwer zu machen, empfehlen wir auf bewährte und geprüfte Produkte aus Drogeriemarkt und Apotheke zurückzugreifen. Auch sollte man bei der Verwendung von Heilerde stets im Hinterkopf behalten, dass nicht alle Erdarten sowohl für die innerliche als auch die äußerliche Anwendung geeignet sind. Welche Erdarten für die Herstellung von Heilerde verwendet werden und wodurch sich die einzelnen Erdarten auszeichnen, erfährst du hier.

 

Ton als Heilerde

Ton ist wohl die bekannteste Erdart, welche zu heilenden Zwecken verwendet wurde. Er hat daher wohl auch die längste Geschichte der Erdarten, welche als Heilerde verwendet wurden. Ton ist eine sehr feine Erdart. Die Körnung beträgt weniger als 0,002 mm, weswegen man Ton sowohl für die innere als auch die äußere Anwendung nutzen kann. Ton ist reich an Silikaten, Quarzen, Feldspat, Kalzit und zum Teil auch Kieselsäure.

Ton als Heilerde kann man ganz einfach im Handel erstehen. Marken wie terra Natura oder Argiletz haben Ton-Heilerde im Sortiment.

 

Lehm als Heilerde

Lehm ist eine Erdart, die sich aus Ton, Schluff (Sedimentgestein) und Sand zusammensetzt. Lehm entsteht, wenn Fest- oder Lockergestein verwittert. Auch Lehm hat eine sehr feine Körnung, weswegen auch er für die innerliche als auch äußerliche Anwendung genutzt werden kann.

 

Löss als Heilerde

Löss besteht zu einem Großteil aus Schluff. Wenn Sedimente vom Wind abgetragen werden und sich an einem anderen Ort wieder ablagern, werden diese als Löss bezeichnet. Weil Löss durch den Entstehungsprozess mit Sand vermengt wird, ist er von der Körnung her relativ grob. Man geht hier von 0,01-0,05 mm aus. Löss besteht aus Quarzkörnern, Tonerdesilikaten, Montmorillonit und aus Kalk. Wenn man Löss zu Heilzwecken verwenden möchte, kann man guten Gewissens auf die Luvos-Produkte zurückgreifen. Durch die Beigabe von Eisenhydroxid verfärbt sich der Löss gelblich bis rot.

 

Moor als Heilerde

Im Gegensatz zu den sehr trockenen Erdarten wie Löss oder Ton, ist Moor, bedingt durch den Entstehungsprozess, sehr feucht. Moor entsteht, indem in einem feuchten bis nassen Umfeld pflanzliche, aber auch tierische Reste unter Sauerstoffabschluss unvollständig abgebaut werden. Genau durch diesen Verwesungsprozess erhält die Heilerde auf Moorbasis auch ihre Wirkung. Huminsäure, Harze, Wachse und Fette sind in dieser Form der Heilerde enthalten. Aber auch pflanzliche Hormone, welche dem körpereigenen Östrogenen ähneln, sind Bestandteile im Moor. Die Anwendung dieser Erdart ist sowohl äußerlich als auch innerlich möglich, jedoch sollte hierbei genau auf die Angaben des Beipackzettels geachtet werden.

 

Torf als Heilerde

Torf entsteht in Mooren und besteht aus kaum oder gar nicht zersetzen Pflanzenteilen. Moor, welcher einen Pflanzengehalt über 30% hat, wird als Torf bezeichnet. Torf besteht zudem zu einem großen Teil aus Wasser und Mineralien. Durch den hohen Anteil an Pflanzen ist Torf in seiner trockenen Form leicht entflammbar. Für Heilerde-Zwecke kann man ihn innerlich und äußerlich anwenden, wobei der Fokus hierbei auf der äußerlichen Anwendung liegt.

 

Fango für Heilerde-Anwendungen

Der Begriff Fango ist wohl jedem bekannt, aber was sich dahinter verbirgt und dass auch Fango zur Heilerde zu zählen ist, wissen die wenigsten. Das Wort Fango stammt aus dem italienischen und bedeutet übersetzt Schlamm oder Schmutz. Fango besteht aus mineralischem Vulkangestein und Thermalwasser und wir d zum Teil auch mit Schwefel, Randon und Sole vermengt. Ursprünglich bilden auch Algen einen wichtigen Bestandteil von Fango, jedoch weniger im deutschsprachigen Raum Europas. Fango sollte vor allem zur äußerlichen Anwendung genutzt werden.

 

Meeresschlick als Heilerde

Meeresschlick ist Schlamm, der einen sehr hohen Wasseranteil und auch einen hohen Anteil an organischen Substanzen hat. Zudem ist in Meeresschlick auch wirksames Meersalz enthalten. Schlick wird ausschließlich zur äußerlichen Anwendung empfohlen. Dank der hohen Wärmeleitfähigkeit wird Meeresschlick zur Wärmetherapie und für Körperpackungen angewendet.

 

Schlamm aus Seen und Flüssen

Für Heilerde die aus dem Schlamm aus Seen und Flüssen gewonnen wird, wird der sich darin befindende weiche Sedimentboden verwendet. Neben Sand und anderen anorganischen Stoffen enthält der Schlamm auch einen hohen Anteil organischer Stoffe, die sich in ihrem Zersetzungsprozess auf dem Grund abgelagert haben. Solcher Schlamm wird ausschließlich äußerlich angewendet. Besonders eignet sich der schwefelreiche Schlamm für die Behandlung von Rheuma und Hautbeschwerden.1

 

 

1 Vgl. siehe Zimmermann, Gabriele: Heilerde für ein gesundes Leben. München 2010, S. 17 ff.

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